• Charivari.fm
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  •  Sa., 28.04.2018
  • 12:00 - 20:00 Uhr
  • Weingut Fesel - Hinterer Kirchbergweg 6, 97084 Würzburg

Presseberichte von der letztjährigen Veranstaltung 2017

 

Kümmert und List rocken für Kinder

 

Mainpost, 30.04.2017 

Ob Andreas Kümmert, Steffi List, Michael Hirte oder „Mosaik“. Sie alle sangen aus gutem Grund am Samstag beim
Charity-Tag der Würzburger Kindertafel.

 

Arm sein – für dieses Schicksal kann kein Kind etwas. Die Auswirkungen von Armut allerdings können gravierend sein. „Kinder, die deshalb ohne Pausenbrot in die Schule gehen, schreiben nachweislich schlechtere Noten“, sagt Udo Feldinger von der vor fünf Jahren gegründeten Würzburger Kindertafel. Wie wichtig es ist, arme Kinder zu unterstützen, darauf machte die Initiative am Samstag bei ihrem ersten Charity-Tag unter dem Motto „PrimaWü“ im Weingut Fesel aufmerksam.

 

Stargäste Kümmert, List und Hirte


Stargast war Sänger Andreas Kümmert, der ebenso für musikalische Highlights sorgte wie Rocksängerin Steffi List und die Inklusionsband „Mosaik“ sowie Geiger Florian Meierott. Auch das prominente „Supertalent“ Michael Hirte war mit seiner Mundharmonika nach Würzburg gereist, um die Aktion zu unterstützen. Die HipHop Tanzgruppe „Proudigy" sowie die Kindertanzgruppe "Reckless Kids“ heizten die ausgelassene Stimmung noch weiter auf.


Soviel Prominenz lockte viel Publikum an. „Wir konnten alle unsere 500 Karten verkaufen“, freute sich Ute Kremen, Vorsitzende der Kindertafel, an deren Verein der Erlös auch fließt. Unter den Gästen tummelten sich auch viele Kinder, die freien Eintritt hatten. „PrimaWü“ war laut Kremen für das Kindertafel-Team ein „riesiger Erfolg“. Unterstützt wurde das Event von Stefan Fesel, der sein Weingut als Veranstaltungsort zur Verfügung stellte, den Weinprinzessinnen Alexandra Hutka aus Heidingsfeld und Madeline Metzger aus Sulzfeld sowie der Fränkischen Weinkönigin Silena Werner.

Was es bedeutet, kein betuchtes Elternhaus zu haben, weiß Udo Feldinger aus eigener Erfahrung. Darum setzt sich der SPD-Stadtrat seit zwei Jahren für die Würzburger Kindertafel ein. Feldinger möchte, dass auch Kinder, deren Eltern nur wenig finanzielle und oft auch zeitliche Ressourcen haben, ihre Talente und Fähigkeiten voll entfalten können. Dafür brauchen sie ein gesundes Frühstück.

 

Pausenbrote für 200 Kinder


Rund 200 Kinder aus 16 Schulen und zwei Kindergärten unterstützt das Team der Kindertafel derzeit. 20 ehrenamtliche „Pausenbrotcaterer“ sorgen dafür, dass jeden Morgen um 7 Uhr Brote mit gesundem Belag geschmiert werden. Weitere Volunteers fahren die Verpflegung in Bildungseinrichtungen, wo Kinder gemeldet wurden, die entweder gar kein Pausenbrot dabei haben oder mit ungesunden Snacks, etwa Schokoriegeln, auf den Schulweg geschickt werden.

„Wir suchen dringend weitere Helferinnen und Helfer, denn wir haben gerade einen absoluten Engpass“, erklärte Ute Kremen. Einige Freiwillige mussten in letzter Zeit aus beruflichen Gründen ihr Ehrenamt niederlegen. Studierende schieden aus, weil sich an ihrer Studiensituation etwas geändert hatte. Dem Team gehören Senioren an, die womöglich irgendwann nicht mehr mithelfen können.

 

Helfer dringend gesucht


Fünf Ehrenamtliche braucht es an jedem Morgen, erläuterte Ute Lang, die die Einsätze koordiniert. Jeder Freiwillige sollte einen Einsatz in der Woche ableisten. In letzter Zeit fielen jedoch immer wieder eingeteilte Ehrenamtliche aus: „Darum suchen wir dringend Springer für das Brote schmieren und als Ausfahrer.“

Der Charity-Tag diente auch dazu, weitere Spender zu gewinnen. „Wir benötigen 80 000 Euro im Jahr“, so Udo Feldinger. Spenden in dieser Höhe einzuwerben, sei nicht leicht. Zwar seien viele Firmen auf Anfrage bereit zu spenden, doch wünscht sich die Kindertafel auch private Spender wünschen – am liebsten solche, die regelmäßig jeden Monat einen Betrag überweisen.

 

Unterstützung aus der Politik


Für den Charity-Tag gewann die Kindertafel auch Politiker aus Würzburg als Unterstützer. „Wir müssen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es auch bei uns arme Kinder gibt“, so Bürgermeister Adolf Bauer, der die Veranstaltung eröffnete. Das liegt laut Bauer an verschiedenen Schicksalen, die von den Familien nur bedingt beeinflusst werden können. So haben es Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, oft nicht leicht, wieder eine Stelle zu finden.

Auch Alleinerziehende geraten schnell in die finanzielle Bredouille. Schließlich, so Bauer, können psychische Erkrankungen ein Grund dafür sein, dass es finanziell abwärts geht.

Auch dem CSU-Landtagsabgeordneten Oliver Jörg ist es ein Anliegen, dass sich die Würzburger Kindertafel weiterhin finanzieren und Kinder aus sozial schwachen Familien unterstützen kann. Wobei er gleichzeitig betonte, dass auch die Landespolitik ihren Beitrag zur Armutsprävention leisten muss. Trotz guter Konjunktur in Bayern gebe es Menschen, die über lange Zeit hinweg keine Arbeitsstelle finden. Hier müsse noch mehr geschehen, damit auch sie eine Chance erhalten, sich ihre Existenz aus eigener Kraft zu sichern.

 

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